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Dienstag, 25. April 2017

   GIG 04/17

GIG-Events


GIG-Konzertvorsch.


GIG-Präsentat.



DREAM THEATER

Samstag 13.05.17 um 20 Uhr in der EmslandArena, Lingen


Gewinn' mich!


UNI-GIG


Jobs beim GIG

 

Redaktion

Zum Reinschnuppern! Einige redaktionelle Highlights unserer neuesten Print-Ausgabe können hier vorab gelesen werden. Das "ganze" GIG gibt es ab sofort kostenlos an über 400 Auslegestellen in Münster, Osnabrück und den dazugehörigen Großräumen.


 

 

 

AnnenMayKantereit

Mit ihrem im vergangenen Jahr erschienenen offiziellen Debütalbum „Alles nix Konkretes“ gelang ihnen aus dem Stand heraus der Sprung an die Spitze der Charts. Einen besseren Start als die Kölner Band AnnenMayKantereit kann man wahrlich kaum hinlegen. Das Erfolgsrezept? Zum einen ist da die markant raue, in manchen Momenten stark an Rio Reiser erinnernde Stimme von Sänger Henning May, die zweifellos einen hohen Wiedererkennungswert hat. Aber das ist es nicht nur. Es sind zweifellos auch die Texte über Verlustängste, Sehnsüchte, vergangene Freundschaften und Alltagsprobleme, die jeder kennt, mit denen die Band vor allem bei jungen Menschen voll ins Schwarze trifft. Dass die Kölner live noch einmal eine Klasse für sich sind, haben Sie mittlerweile hinlänglich bewiesen. Die Konzerte von AnnenMaykantereit sind dementsprechend regelmäßig ratzfatz ausverkauft. Alexandra Mai

>> 08.04. D - Mitsubishi Electric Halle, 09.04. MS - MCC Halle Münsterland, jew. 20 Uhr >> www.annenmaykantereit.com


Bild: Damon Jah

Esben And The Witch

Auf ihrem fulminanten aktuellen Album “Older Terrors” haben die Briten um die Sängerin und Bassistin Rachel Davies vier über zehnminütige Songs verewigt, die wie schwere Krachmonolithen mit entrückten Melodien in der Pop-Landschaft stehen. In Zeiten des großen Post- Punk-, New-Wave- und jüngst auch Gothic-Revivals treffen Esben And The Witch einen zeitgeistigen Nerv: Gitarrengeschichtete Melancholia und feedbacklastiger Noise gehören zusammen. Die aus Brighton stammende und 2008 gegründete Band trägt die Trauer von The Mission genauso wie den Zorn von Mogwai in sich, findet aber einen eigenen, sehr epischen Weg durch die imaginierten unsicheren dunklen Wälder. Esben And The Witch sind die Fürstinnen des Gothic-Shoegaze mit Prisen von Folk, Prog und Metal. Den Support machen Qujaku aus Japan, die unweigerlich an ihre Landsleute von Boris und Mono erinnern. Es wird stilsicher laut und kopfgesenkt werden. Christoph Jacke

>> 19.04. MS - Gleis 22, 21 Uhr >> www.esbenandthewitch.co.uk

 

 

Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott

Ein Alptraum für Atheisten ist diese knallbunte Verfilmung des Gottfindungs-Bestsellers „The Shack“ von William Paul Young. Der Suchende: Ein trauernder Vater, der - auf eine mysteriöse Einladung hin - in die abgelegene Waldhütte zurückkehrt, in der die letzte Spur seiner vermissten Tochter gefunden wurde. Was den Zweifelnden dort erwartet, ist nichts weniger als eine Begegnung mit Gott in seiner ganzen, heiligen Dreifaltigkeit: Als „Papa“ (Octavia Spencer!), Sohn (Avraham Aviv Alush) und heiliger Geist (Sumire Matsubara). Ob die drei seinen Schmerz lindern können?

Was wie ein Entführungsthriller beginnt, entwickelt sich bald zum kitschig-christlichen Theodizee- Drama. Ja, man kann diesen Film mit Recht verteufeln, ihm aber auch zwei Dinge zugestehen. Erstens: Er beinhaltet tatsächlich einige interessante Gedanken darüber, wie man einen gütigen, dabei allmächtigen Gott annehmen kann, wo doch so viel Grausames in der Welt passiert. Bei solcherlei existenziellen Überlegungen macht Sam Worthington eine immerhin ganz sympathische Figur. Zweitens: „Die Hütte“ ist, wenn man über den grellen Bibel-TVNimbus hinwegsehen kann, leider verdammt unterhaltsam. Passend zu Ostern wie ein Fondant- Ei: Klebrig, aber auch irgendwie lecker. Karin Jirsak

••• USA 2016; Regie: Stuart Hazeldine; mit Sam Worthington, Octavia Spencer, Tim McGraw u.a.; Bundesstart: 06.04.; www.diehuette-film.de


Verleugnung

Beim Umgang des Autoren David Irving mit dem Holocaust könnte man mit Trump-Beraterin Kellyanne Conway wohl von „alternativen Fakten“ sprechen. Mit denen habe Irving jahrzehntelang versucht, die Bedeutung des Holocaust herunterzuspielen, so der Vorwurf an den mehrfach Verurteilten. Nachdem ein Sachbuch der US-Universitätsprofessorin Deborah E. Lipstadt auch in Großbritannien erschienen war, reichte Irving 1996 eine Verleumdungsklage gegen Lipstadt und ihren Verlag Penguin Books ein. Nun existiert im englischen Strafrecht der irritierende Umstand, das bei einer Verleumdungsklage die Beweislast beim Angeklagten liegt. Das bedeutete in diesem Fall, dass Lipstadt und ihre Anwälte nicht nur beweisen mussten, das Irving Fakten verdreht, sondern auch, dass der Holocaust stattgefunden hat. Der Film schildert nun dieses Verfahren, mit drei großartigen Schauspielern: Rachel Weisz als Lipstadt, Timothy Spall als Irving und Tom Wilkinson als Anwalt Richard Rampton. Mi- Prof. Lipstadt (Rachel Weisz) muss den Holocaust beweisen nutiös zeigt Regisseur Mick Jackson („Bodyguard“), wie sich Lipstadt und ihre Anwälte vorbereiten, Auschwitz besuchen und sich eine Strategie zurechtlegen. In den Gerichtsszenen wurden ausschließlich Dialoge aus den Prozessprotokollen benutzt, aus denen sich ein sehr spannendes, hoch aktuelles Justizdrama entspinnt. Martin Schwarz

••••• USA / GB 2016; Regie: Mick Jackson; mit Rachel Weisz, Timothy Spall, Tom Wilkinson u.a.; Bundesstart: 13.04.; www.verleugnung-film.de

 

 

Gernot Hassknecht

Vorsicht und in Deckung: „Jetzt wird’s persönlich!“ Versprechen oder Drohung? - Kommt auf die Perspektive an. Denn wenn der „heute show“-Star erstmal anfängt sich aufzuregen, dann mit Recht. Zum Beispiel über die Rechten, sehr zur Freude des Publikums, für das Hassknecht nun wieder live zum Chefcholeriker mutiert.

28.04. OS - Osnabrück- Halle, 29.04. MS - Aula am Aasee, jew. 20 Uhr; www.planb-tickets.de


Frank Goosen: „Meine Bücher und ich“

Von einer besonderen Freundschaft erzählt der Bochumer in seinem literarischen Best-of „Meine Bücher und ich“. Vom bereits erfolgreich verfilmten Bestseller „Liegen lernen“ bis zum jüngsten Streich „Förster, mein Förster“ zeichnet der Meister seine schriftstellerische Entwicklung nach - wobei Komik und Melancholie oft dicht beieinander liegen.

25.04. NOH - Stadtbibliothek, 26.04. OS - Lagerhalle, jew. 20 Uhr; www.frankgoosen.de